Was wünschen sich die Bonnerinnen und Bonner für ihre Stadt? Diese Frage hat die AWO Bonn/Rhein-Sieg den Besucher*innen beim Museumsmeilenfest gestellt. Sie konnten ihre Wünsche und Ideen auf Karten schreiben und an einen von den Klientinnen und Klienten der Ergotherapie in Siegburg gefertigten Wunschbaum hängen. Insgesamt kamen an den beiden Veranstaltungstagen 307 Anregungen zusammen, die nun ausgewertet wurden.
Mehr Zusammenhalt und weniger Diskriminierung
Besonders häufig beschäftigten sich die Beiträge mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben. Mit 133 Nennungen entfiel der größte Teil der Wünsche auf Themen wie Frieden, Freundlichkeit, gegenseitige Rücksichtnahme und Offenheit. Viele Menschen wünschen sich eine Stadt, in der Diskriminierung keinen Platz hat und alle Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Alter oder ihrer Lebenssituation – respektvoll miteinander umgehen.
Bezahlbare Mobilität und sichere Verkehrswege
Mobilität war ebenfalls ein zentrales Thema. Insgesamt 52 Wünsche bezogen sich auf den Verkehr. Besonders häufig wurden ein kostengünstiger oder kostenloser öffentlicher Nahverkehr sowie ein besser ausgebautes ÖPNV-Netz genannt. Auch sichere Fahrradwege, mehr Rücksicht im Straßenverkehr und eine Verbesserung der Situation rund um die Nordbrücke wurden sich mehrfach gewünscht.
Öffentliche Räume sicherer und lebenswerter gestalten
Mit 53 Wünschen messen die Bonner*innen außerdem dem öffentlichen Raum große Bedeutung bei. Viele wünschen sich mehr Sicherheit – insbesondere für Frauen –, mehr Sauberkeit und zusätzliche Grünflächen. Ein Viertel wünscht sich mehr Angebote für Jugendliche sowie zusätzliche Spiel- und Sportmöglichkeiten in Bonn. Ebenso wurde der Bedarf nach mehr Unterstützung für Menschen geäußert, die von Wohnungslosigkeit oder Suchterkrankungen betroffen sind.
Mehr Begegnung und Angebote für alle Generationen
Auch Begegnung und Gemeinschaft spielen für viele Menschen eine wichtige Rolle. 36 Teilnehmende wünschen sich gemeinsame Veranstaltungen. Davon wünschten sich Einige mehr kostenfreie oder kostengünstige Veranstaltungen. Besonders Familien mit Kindern wünschen sich mehr niedrigschwellige Freizeitangebote. Es wurden sich auch Begegnungsorte (drinnen und draußen) im Quartier gewünscht und Angebote, die Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft zusammenbringen.
Viele weitere Ideen für ein besseres Bonn
Neben den großen Themen wurden zahlreiche Einzelvorschläge eingereicht, die von öffentlichen Toiletten und freiem WLAN über eine Seilbahn, Nachbarschaftscafés und Bücherschränke bis hin zu Quartiersmanagement, Sportförderung der Vereine und freiem Eintritt für NRW-Bürger*innen in Kunst- und Museen reichen.
Die Wunschbaumaktion zeigt, welche Themen die Bonnerinnen und Bonner bewegen. Viele der Wünsche zielen nicht nur auf konkrete Verbesserungen im Alltag, sondern auch auf ein stärkeres Miteinander und eine lebenswerte Stadt für alle ab. Die Ergebnisse fließen in die weitere Arbeit der AWO Bonn/Rhein-Sieg ein und geben wichtige Impulse für den Austausch mit Politik, Verwaltung und den Menschen vor Ort.



